Ab ins Palais Bellevue
Junge Leute zeigen Geschichte

Nach vorn in das 16. Jahrhundert! Ritterspiele in Cassel 1598


Event und Begegnung


Mittwoch, 23. 09.2026, 16 - 21 Uhr, Palais Bellevue, Schöne Aussicht 2 


Programm und Ablauf


16 Uhr: Der Geschichtsverein aktuell

> ‎Pianissima - Lieder nicht nur zur Einstimmung

> Initiativen, Ideen, Projekte 

> Workshop (bis 17:30 Uhr)


17 Uhr: Begegnung und Gespräche

Plakatausstellung 16. Jh. - Kassel, Ritterspiele, Fechten

Nach vorn (?) in das 16. Jahrhundert 


18:00 Uhr Event und Spektakel

Präsentation - Historisches Fechten

Vortrag - Turnier und Zweikampf im Mittelalter



Event und Begegnung 


Pianissima, das sind zehn junge Frauen, die altes Liedgut
frisch vortragen: "Die Gedanken sind frei" und "Im Frühtau zu Berge"


Cedric Benöhr (Student und aktives Mitglied seit 2024) und ich moderieren, wie neue und junge Ideen in die Vereinsarbeit einfließen. Studentische Mitglieder stellen Projekte vor: "Vom Pinsel zur Linse", "Nicht nur Sokrates hatte seine Eremitage", "100 Jahre Hessenkampfbahn in Bildern"


In einem Workshop sind Sie eingeladen, Feldpost-Briefe aus den 1940er Jahren zu untersuchen und erste Forschungsergebnisse zu diskutieren.


Eine produktive Pause (mit einer Kleinigkeit an Brot und Wasser) leitet dazu über, am innovativen Zugang zu einem alten Kasseler Ereignis und in die Zeit um und vor 1600 teilzuhaben.


Auf Plakaten vollziehen Sie nach, wie Landgraf Moritz im Jahr 1598 ein Event und Spektakel hat veranstalten lassen. Delegationen aus europäischen Fürstenhäusern sind nach Kassel eingeladen. Anlass ist die Taufe der Tocher Elisabeth. Wahrscheinlich mehr als eintausend Gäste und Mitwirkende kommen in die Residenzstadt. Das Ereignis hat Wilhelm Dilich in einem Prachtband dokumentiert, gedruckt bei Wilhelm Wessel 1598 und (erweitert) 1601. Ausgewählte Stiche haben wir großformatig reproduzieren lassen und stellen diese als "Geschichte an der Wäscheleine" aus.


Mitglieder der "Leichtmeisterei - Historisches Fechten Kassel e. V." vermitteln uns einen speziellen Zugang in die Zeit vor 1600. Es sind Fechtkünstler, die ausgehend von alten Lehrbüchern (14. bis 16. Jahrhundert) Techniken einstudiert haben und uns auf den Stellenwert und die Eigenständigkeit der Kampfkunst in städtischen Bürgerschaften aufmerksam machen.


Der Vortrag Junck ritter lere. Kämpfen lernen im Spätmittelalter vermittelt uns einen bislang wenig erforschten Einblick in die Bedeutung von Fechtbrüderschaften im Mittelalter. Das sind Vereinigungen von angesehenen Bürgern, ausgestattet mit kaiserlichem Privileg.

Jürgen Fischer
Vorsitzender Geschichtsverein Kassel