Verein für Hessische Geschichte
und Landeskunde 1834 e. V. 

Zweigverein Kassel

Impressionen an sonnigen Tagen - Winter 2026

Kassel hat viel zu bieten! Geschichte an Orten im Mix von alt, mittelalt und neu. Viel Vergnügen beim Betrachten der Fotos.                Fotos © Klaus Petersen, Jürgen Fischer

Wie viele Schwäne sind es?
Das Große Bassin in der Karlsaue ist fast zugefroren. Hier am Nord-Ost-Rand hin zur Hauptachse verzögert ein Abfluss, dass sich die Eisdecke schließt. Ist das ein verdeckter Kanal?
Was hat es mit den beiden breiten Kanälen rechts und links der Hauptachse auf sich?

Das Palais Bellevue mit "Remise" und Garten wird 1714 gebaut und 2024 umfassend restauriert. Es ist jetzt  Städtisches Kulturhaus.
Rechts, angeschnitten, die Neue Galerie, 1877 als angemessener, neuer Ort für die Alten Meister eingeweiht. Für diese herausragende Sammlung lässt Landgraf Wilhelm VIII. 1752 die "alte" Gemäldegalerie errichten.


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Die Eremitage des Sokrates ist eine von mehreren Kleinarchitekturen aus der Zeit von Landgraf Friedrich II. (regiert 1760 - 1785). Dieses Gebäude erinnert an die  philosophische Phase in der Geschichte des Bergparks. Von der Eremitage schauen wir noch heute in das "Tal der Philosophen".

Ein Waldgebiet trennt bis dahin Oktogon, Herkules und barocke Kaskaden vom Weissenstein-Plateau mit Lustschloss und Parterre ab. Zwischen 1770 und 1785 lässt Friedrich II. diesen Zwischenraum neu denken, festgehalten in Prospekten und Gemälden Tischbeins: Wie lassen sich Statuen, bemalte Tafeln, Schneckenberge und Kleinarchitekturen in die zu verändernde Parkgestaltung einbeziehen.


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Sichtachse, Tholos, Fontänenteich
Wir schauen hoch zu den barocken Kaskaden und dem Herkules-Monument, initiiert von Landgraf Karl, um 1700. Die Haupt-Sichtachse lenkt den  Blick der Spaziergänger von der Fontäne hoch zum Herkules. Karls Enkel Landgraf Friedrich II. veranlasst ab 1770 das Freilegen einer Schneise, um die Installation der Großen Fontäne hier unten im eigenen 
Bassin in Szene zu setzen und den Blick auf den Herkules auszurichten.
Auf dem Foto abgebildet ist aber ein Teich!

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Der Aquädukt




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Der Aquädukt






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Nach dem Sturz fließen die Wasser in den Peneus-Kaskaden ab, hin zum Fontänenteich.
Die Besucher folgen diesem Schauspiel, wie in den Kanälen vor und nach der Teufelsbrücke sind Prellsteine in die Kaskadenbänke eingesetzt, damit die 
Wassermengen üppig hell abstürzen.   
Es ist ein gestuftes Abfließen:
Kaskade, Sammelbecken, Kaskade...
Das Wasserbild kopiert zwar dabei die  barocken Kaskaden, definiert die dort geometrisch exakten Abfolgen und  Abstimmungen aber neu - romantisch.
Auch hier unten formen Wasserbilder die vorgefundene Landschaft um.
Das schäumende Element beruhigt sich in den Zwischenbecken, um dann den Kaskaden hinunter erneut leuchtend zu strömen. Die Besucher sollen folgen.

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Die Teufelsbrücke war nicht geplant. 

Die Inszenierungen im romantischen Landschaftsgarten beginnen bereits am  Steinhöferschen Wasserfall.
Ein mit Kaskaden naturnah gestalteter Kanal leitet das Wasser weiter in die Parkmitte zu einem 10 Meter abfallenden Hang, das Gebilde Teufelsbrücke.

Was erzeugt ein romantisches Erlebnis? Es sind drei Elemente: 1) Schäumendes, herabstürzendes Wasser, 2) die eigenartige Felsformation und 3) die Konstruktion einer Brücke auf scheinbar instabilem Fundament. 

Im Ausschnitt ist zu erkennen, wie das Wasserbild Teufelsbrücke angelegt ist.  

Unheimlich, schaurig, naturmagisch soll alles aussehen. 
Gartenarchitekt Jussow und Wasserinspektor Steinhöfer lassen Tuffstein-Stelen auftürmen. Das Konstrukt stabilisiert den Hang und erzeugt das Bild einer durch ein Erdbeben zerstörten Felsformation.
Bereits im Kanal vor dem Sturz sind Prellsteine eingesetzt, die Wasser schäumen auf. Diesen Effekt verstärken die zwischen den  Stelen aufragenden Steine erneut.
Die Wassermengen sprühen, lärmen, erzeugen eine Gischt, um sich dann im Höllenteich zu

beruhigen. Ist die Wasserfläche glatt spiegeln sich Herkules und Plutogrotte. 

Herkules und Kaskaden sind Anlagen aus der Zeit um 1700. Die Moritzgrotte aus der Zeit um 1600 lässt Friedrich II. um 1770 zur Plutogrotte erweitern. Die Teufelsbrücke wird um 1800 errichtet. 
Die Mitte der Sichtachse ist ein Fixpunkt für die Wahrnehmung des Bergparks, sie vermittelt uns 100 Jahre Überformung hin zum Landschaftsgarten.

Mehr (Wechsel zu einem Essay in www.kasselerkunden.de)