Verein für Hessische Geschichte
und Landeskunde 1834 e. V. 

Zweigverein Kassel

Impressionen an einem sonnigen Tag im Januar 2026

Kassel hat viel zu bieten! Geschichte an Orten im Mix von alt, mittelalt und neu. Viel Vergnügen beim zweiten Hinschauen!

Fotos © Klaus Petersen, Jürgen Fischer
Eine andere Bildstrecke:
Im Oktogon

Wie viele Schwäne sind es?
Das Große Bassin in der Karlsaue ist fast zugefroren. Hier am Rand hin zur Hauptachse verzögert ein Abfluss, dass das Wasser zufriert. 
Das Bassin ist kein Teich, sondern eine eingefasste Wasserfläche aus der Barockzeit (um 1700).
Ist beim Spazierengehen schon einmal aufgefallen, dass die Form des Bassins ungefähr der Form der Gesamt-Anlage des Parks entspricht?  Unter Friedrich II. begann (1780) die Umgestaltung hin zu einem Landschaftsgarten, der die Geometrie der Achsen und Gräben bewahrt. Genial gelöst!

Das Palais Bellevue mit "Remise" und Garten wurde 1714 gebaut, 2024 umfassend restauriert, ist jetzt Städtisches Kulturhaus.
Rechts, angeschnitten, die Neue Galerie (1877), ein angemessener neuer Ort für die Alten Meister. Diese waren zunächst in der "alten"  Gemäldegalerie (1752, 1943 ausgebombt) zu sehen, sie stand hinter dem Bellevue.
In der Jérôme-Zeit (1807 - 1813) wurde sie zu Wohnzwecken umgebaut, zweckentfremdet.
Das Gerichtsgebäude links wurde 1962 eingeweiht, zwischen 1996 und 2004 erfolgten Restaurierung und Erweiterung (Gerichtssäle).

Eremitage des Sokrates (um 1770) 
Die Kleinarchitektur aus der Zeit Landgraf Friedrichs kennzeichnet eine Umbruchsphase in der Geschichte des Bergparks.
Ein Waldgebiet trennt Herkules und barocke Kaskaden vom Weissenstein-Plateau mit Lustschloss und Parterre ab. Zwischen 1770 und 1785 lässt Friedrich II. den Zwischenraum in die anvisierte Parkgestaltung einbeziehen. Die Mittelachse entsteht, das Plateau hin zum Berghang wird erweitert, ein Fontänenteich entsteht, in der Mitte auf einer Insel ... eine Herkulesskulptur die Pyramide des Cestius, die Pyramide des Virgil umgeformt


Tal der Philosophen


Hauptsichtachse, Tholos, Fontänenteich
Wir schauen hoch zu den barocken Kaskaden mit dem Herkules-Monument, initiiert von Landgraf Karl, um 1700. Die Sichtachse lenkt den Spaziergänger-Blick von der Fontäne hoch zum Herkules. Karls Enkel Landgraf Friedrich II. (um 1775) veranlasste das Freilegen der Schneise, um die neue Große Fontäne im neuen
Bassin auf den Herkules auszurichten.
Mit der Umwandlung in einen Landschaftspark entstand (um 1790) der Fontänen
teich. Den Fontänen-Kopf versetzte Gartenbaudirektor Jussow etwas nach rechts. Der Apollon-Tempel  (1790) betont ebenso das aus der Mitte Rücken.

Die Teufelsbrücke war zunächst gar nicht geplant. 
...
Rechts angeschnitten die Plutogrotte

Das Ensemble Teufelsbrücke, Höllenteich, Plutogrotte erfassen wir heute als Einheit...

Etwas gemogelt, ein Foto aus Januar 2017