Impressionen an einem sonnigen Tag, Januar 2026
Kassel hat viel zu bieten! Geschichte an Orten im Mix von alt, mittelalt und neu. Viel Vergnügen beim zweiten Hinschauen!
Fotos © Klaus Petersen, Jürgen Fischer
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Im Oktogon

Wie viele Schwäne sind es?
Das Große Bassin in der Karlsaue ist fast zugefroren. Hier am Nord-Ost-Rand hin zur Hauptachse verzögert ein Abfluss, dass sich die Eisdecke schließt.
Ist das ein verdeckter Kanal?
Was hat es mit den beiden breiten Kanälen rechts und links der Hauptachse auf sich?
Das Bassin ist kein Teich, sondern eine eingefasste Wasserfläche aus der Barockzeit (um 1700). Ist beim Spazierengehen schon einmal aufgefallen, dass die Form des Bassins ungefähr der Form der Gesamt-Anlage des Parks entspricht? Unter Friedrich II. begannen (ab den 1770er Jahren) erste Umgestaltungen der Karls-Aue hin zu einem Landschaftsgarten, der die Geometrie der Achsen und Gräben bewahrt. Genial gelöst!
Die beiden Kanäle heißen Küchengraben und Hirschgraben. Kuriose Begriffe? Gar nicht. Zwischen Hirschgraben und Mauer hin zum Auedamm wurden noch in der Zeit von Landgraf Friedrich Tiere gehalten. Die Hirschjagd war ein beliebter Zeitvertreib für die Adelsgesellschaft. J. H. Tischbein der Ältere hat das in einem Gemälde festgehalten: Hirschhatz in der Karlsaue. Hier der
Link
zum Bild auf Lagis, dem
Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen.
Auf der anderen Seite der Hauptachse, zur Stadtsilhouette hin, liegt der Küchengraben. Der Plan der Fürstlich Hessischen Residenz- und Hauptstadt Cassel, von F. W.
Selig, 1781, gestochen von G. W. Weise,
zeigt die barocke Anlage der Karlsaue.
Die beiden Gräben umschließen die Park-Anlage. Der Hirschgraben verläuft an der Südseite fast parallel zu Auedamm und Fulda und trifft sich zwischen Insel Siebenbergen und Bassin mit dem Küchengraben. Auch dieser rahmt die barocke Gestaltung ein und fließt dann auf die "Herrschaftlichen Gärten" zu. Diese versorgen den fürstlichen Hof. Nördlich davon fließt die Drusel hin zur Fulda, versorgt auch mit Wasser aus dem Küchengraben durch einen verdeckten Kanal. Dadurch wird die "Kleine Fulda" für kleine Kähne schiffbar. Diese werden vor der Brücke auf Höhe der Orangerie entladen. Ein Serpentinenweg führt, ähnlich wie heute, den Hang hoch zum Steinweg.
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